News:Energieautarker Bildungscampus Liselotte Hansen-Schmidt ausgezeichnet

Daniela Steurer

von Daniela Steurer

©Daniel Hawelka
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Der Bildungscampus im nordöstlichen Teil des Stadtentwicklungsgebiet Seestadt Aspern ist eines von vorerst zehn BIENE-Projekten der Stadt Wien. Die räumliche Nähe zueinander und das offene Konzept der modernen Einrichtung, die von STRABAG Real Estate (SRE) im Rahmen eines Konsortiums mit HYPO NOE Leasing als PPP Projektabgewickelt wird, soll das gemeinsame Miteinander der Kinder und Jugendlichen fördern. Das Besondere am 2021 eröffneten Campus ist das nachhaltige Energiekonzept, welches das Gebäude mit nahezu 100 Prozent erneuerbarer Energie versorgt. Dank des nachhaltigen Gebäudekonzeptes wurde der „Energiesparmeister“ im August mit einem Preis ausgezeichnet.

In Wien läuft seit 2012 das bisher größte Bildungs-Einrichtungen-Neubauprogramm (BIENE) für Kindergärten und Schulen. Bis 2023 werden im Rahmen dieser Initiative neun moderne Bildungscampusprojekte mit Kindergartengruppen, Volksschul- und Mittelschulklassen und eine ganztägige Mittelschule entstehen. Vier der Projekte wurden und werden mit Beteiligung von SRE umgesetzt.

Die räumliche Nähe ermöglicht den Kindern und Jugendlichen von 0 bis 14 Jahren ein gemeinsames Miteinander beim Lernen und Spielen. Viele offene Bereiche stehen allen Kindern zur Verfügung und bieten ausreichend Platz zum Herumtollen, Aufgabenmachen und auch, um sich zurückziehen zu können. Viele Räume können flexibel bespielt und bei Bedarf verändert werden.

Wohlfühlen steht im Mittelpunkt

Eine der von SRE geplanten und bereits 2021 eröffneten Einrichtungen, der Bildungscampus Seestadt Aspern Nord, ist nach der österreichischen Schriftstellerin und Journalistin Liselotte Hansen-Schmidt benannt. Der Komplex beheimatet drei Kleinkinder- und neun Kindergartengruppen, 17 Volksschul- und 16 Neue-Mittelschul-Klassen, vier sonderpädagogische Gruppen und ein baulich getrenntes Jugendzentrum mit Veranstaltungsraum. Insgesamt werden auf dem Campus 1.400 Kinder und Jugendliche in fünf Bildungseinrichtungen betreut.

Der Gebäudekomplex ist in drei Baukörper aufgeteilt, die im Außenbereich durch ein gut zugängliches Angebot an Freiflächen und -klassen miteinander verbunden sind. Umlaufende Balkone und Terrassen mit teilweiser Fassadenbegrünung und Freitreppen in den weitläufigen Garten bieten eine hohe Aufenthaltsqualität für Lehrende und Lernende.

Im zentralen Gebäudeteil befinden sich der Eingang sowie die gemeinschaftlich genutzten Bereiche wie Bibliothek, Veranstaltungssaal und Speiseraum. In den seitlichen Gebäudeteilen sind die Bildungsbereiche untergebracht. Dort gibt es - dem Konzept der Clusterschule folgend – keine klassischen Schulräume und Gänge mehr.

Nachhaltiges und grünes Energiekonzept

In puncto Nachhaltigkeit ist die Schule ein Leuchtturmprojekt.

Zitat vonMarkus Dusek, Projektleiter STRABAG Real Estate

Der Bildungscampus wird zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben. Alle Betonteile, wie das Fundament und die Decken, sind bauteilaktiviert. Das sorgt für angenehme Innentemperaturen im Winter wie auch im Sommer.
Markus Dusek, Projektleiter STRABAG Real Estate

„Tiefensonden führen in einen Erdbereich, in dem eine Temperatur von acht Grad herrscht. Damit wird mittels Wärmepumpen im Sommer gekühlt, im Winter wird die überschüssige Wärme aus dem Erdreich geholt, um zu heizen. Eine Lüftungsanlage mit Nachtlüftungsfunktion hilft gegen die Überwärmung im Sommer. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach stellt die dafür benötigte Energie bereit.“

Zusätzlich wirkt eine Fassadenbegrünungen durch Kletter- und Rankhilfen, bepflanzte Terrassen und Loggien und ein begrünter Innenhof der zunehmenden Hitze entgegen. Sie beeinflussen das Kleinklima positiv, weil sie die Fassade beschatten, die sich dadurch weniger stark aufheizt. Zusätzlich verdunsten Pflanzen Wasser und kühlen ihr Umfeld. Die Innentemperaturen bleiben niedriger.

Per Knopfdruck geheizt und gekühlt

Das Gebäude wurde bereits bei der Planung computersimuliert und per Knopfdruck geheizt und gekühlt. Die sich daraus errechneten niedrigen Energiekosten haben sich auch nach einem Jahr laufendem Betrieb bestätigt. Das beweist, dass auch bei großvolumigen Gebäuden beeindruckende Energiesparpotenziale realisierbar sind und zur Gänze ohne fossile Energie auskommen. Das nachhaltige Energiekonzept brachte dem Campus Nord im August den Beton-Preis 2021 vom Güteverband Transportbeton ein.

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